Georg Cantor war Vater von 2 Kindern: Erich Cantor (* 1879), Else Cantor.
Georg Cantor war ein deutscher Mathematiker, der am 3. März 1845 in Sankt Petersburg geboren wurde und am 6. Januar 1918 in Halle an der Saale verstarb. Er stammte aus einer Familie mit sowohl jüdischen als auch musikalischen Wurzeln. Sein Vater war Kaufmann, die Mutter kam aus einer Musikerfamilie. Cantor wuchs in einem deutschsprachigen und religiösen Umfeld auf. Die Familie zog um, als Cantor elf Jahre alt war, zuerst nach Wiesbaden und später nach Frankfurt am Main. Nach dem Schulabschluss begann er zunächst ein Ingenieurstudium, entdeckte aber bald seine Leidenschaft für die Mathematik. Er studierte in Zürich und Berlin, wo er bei bedeutenden Mathematikern wie Karl Weierstraß lernte und promovierte. Nach seiner Habilitation lehrte und forschte Cantor an der Universität Halle, wo er bis zu seiner Emeritierung blieb. Cantors mathematische Arbeit konzentrierte sich zunächst auf trigonometrische Reihen. Daraus entwickelte er seine bahnbrechende Mengenlehre. Er bewies, dass die Menge der rationalen Zahlen abzählbar ist, die der reellen Zahlen jedoch nicht. Diese Erkenntnisse revolutionierten das Verständnis von Unendlichkeit. Cantor heiratete 1874 Vally Guttmann und hatte mit ihr sechs Kinder. In seinen Flitterwochen diskutierte er intensiv mit seinem Freund Richard Dedekind über Mathematik. Cantors Ideen stießen auf Widerstand, insbesondere von Leopold Kronecker, was ihn sehr belastete. Er wandte sich zeitweise anderen Themen zu und litt unter Depressionen. Trotz der Schwierigkeiten erfuhr Cantor auch Anerkennung. Er wurde Mitglied der Leopoldina und beteiligte sich an der Gründung der Deutschen Mathematiker-Vereinigung. Später kehrte er zur Mengenlehre zurück. Im Jahr 1899 erlitt Cantor einen schweren Schicksalsschlag, als sein jüngster Sohn starb. Seine psychische Gesundheit verschlechterte sich daraufhin. Georg Cantor starb 1918 in einem Sanatorium in Halle.
[...] das Wesen der Mathematik liegt gerade in ihrer Freiheit.
Quelle
Über unendliche lineare Punktmannigfaltigkeiten. In: Gesammelte Abhandlungen, Hrsg. Ernst Zermelo, Verlag von Julius Springer, Berlin 1932, [http://gdz.sub.uni-goettingen.de/dms/load/img/?PPN=PPN237853094&DMDID=DMDLOG_0031&PHYSID=PHYS_0194 S. 182]
In der Mathematik muss die Kunst, eine Frage zu stellen, höher bewertet werden als die Kunst, diese Frage zu lösen.
Quelle
Übersetzung in: Albert Beutelspachers Kleines Mathematikum, C.H. Beck, München 2011, S. 166,
Unter einer „Menge” verstehen wir jede Zusammenfassung M von bestimmten wohlunterschiedenen Objekten m unserer Anschauung oder unseres Denkens (welche die „Elemente” von M genannt werden) zu einem Ganzen.
Quelle
Beiträge zur Begründung der transfiniten Mengenlehre. In: Gesammelte Abhandlungen, Hrsg. Ernst Zermelo, Verlag von Julius Springer, Berlin 1932, [http://gdz.sub.uni-goettingen.de/dms/load/img/?PPN=PPN237853094&DMDID=DMDLOG_0031&PHYSID=PHYS_0294 S. 282]Georg Cantor wurde in Sankt Petersburg, Russland, geboren.