Ernst Thälmann war Vater eines Kindes namens Irma Thälmann (* 1919).
Ernst Thälmann war ein deutscher Politiker, der am 16. April 1886 in Hamburg geboren wurde und am 18. August 1944 im KZ Buchenwald verstarb. Thälmann war eine prägende Figur der Weimarer Republik und spielte eine zentrale Rolle in der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD). Seine Eltern betrieben zunächst eine Kellerwirtschaft und später ein Geschäft, in dem er nach der Schule mithelfen musste. Er trat 1903 der SPD bei und engagierte sich in der Gewerkschaft. Im Ersten Weltkrieg diente Thälmann als Kanonier an der Westfront und erhielt mehrere Auszeichnungen. Nach dem Krieg schloss er sich der USPD an und beteiligte sich am Aufbau des Arbeiter- und Soldatenrates in Hamburg. Später wechselte er zur VKPD und wurde Vorsitzender der Hamburger Ortsgruppe. Thälmann nahm am III. Weltkongress der Komintern in Moskau teil und lernte dort Lenin kennen. 1922 überlebte er einen Sprengstoffanschlag auf seine Wohnung. Ab 1924 war Thälmann stellvertretender Vorsitzender der KPD und Reichstagsabgeordneter. Er wurde 1925 zum Vorsitzenden des Roten Frontkämpferbundes ernannt und übernahm im selben Jahr die Führung der KPD. Thälmann kandidierte 1925 und 1932 für das Amt des Reichspräsidenten. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurde Thälmann im März 1933 verhaftet und über elf Jahre in Einzelhaft gehalten. Im August 1944 wurde er auf direkten Befehl Hitlers im KZ Buchenwald erschossen.
Erst wenn wir den Sozialismus in Deutschland haben, erst dann werden wir in Deutschland endgültig den Hunger bezwingen, erst dann wird Deutschland kein Siechen- und Totenhaus mehr sein, erst dann werden die Millionen Mäuler unserer tuberkulösen und skrofulösen Kinder satt werden, erst dann werden die Notleidenden und Unterdrückten ein Vaterland haben, ein Vaterland, das uns gehört, erst dann werden sie eine sozialistische Heimat haben!
Quelle
Genosse Thälmanns Kampfruf für das Massenheer der hungernden Erwerbslosen - Berlin, 21. November 1932. Die Rote Fahne 22. November 1932; siehe auch Verhandlungen des Sächsischen Landtages 1920-33 S. 4103 sowie Ernst Thälmann. Bilder, Dokumente, Texte. Dietz Verlag Berlin 1986, S. 394
Wir sagen nicht: Wählt Thälmann, dann habt ihr Brot und Freiheit. Wir sagen, um Brot und Freiheit müßt ihr kämpfen!
Quelle
"Reden und Aufsätze" Band 2, Verlag Rote Fahne, 1975; Original: Die Rote Fahne, 1. März 1932Ernst Thälmann wurde in Hamburg, Deutschland, geboren.