Bildquelle: Ernst_Mach_01.jpg Autor: Wikipedia / Heliogravüre by H. F. Jütte, Leipzig; Scanned, image processed and uploaded by Kuebi = Armin Kübelbeck Lizenz: Public domain
Steckbrief von Ernst Mach
Name:
Ernst Mach
Vollständiger Name:
Ernst Waldfried Josef Wenzel Mach
Beruf:
österreichischer Physiker, Philosoph und Wissenschaftstheoretiker
Ernst Mach war Vater eines Kindes namens Ludwig Mach (* 1868).
Ernst Mach war ein österreichischer Physiker, Sinnesphysiologe, Philosoph und Wissenschaftstheoretiker, der am 18. Februar 1838 geboren wurde und am 19. Februar 1916 verstarb. Mach gilt als einer der Pioniere der Wissenschaftsgeschichte und ist vor allem für seine Arbeiten in der Physik und seine Kritik an der Newtonschen Mechanik bekannt. Mach stammte aus einer deutschmährischen Familie. Seine frühe Ausbildung erhielt er hauptsächlich von seinen Eltern. Später besuchte er das Piaristen-Gymnasium in Kremsier und studierte anschließend an der Universität Wien, wo er in Philosophie promovierte. Im Jahr 1867 heiratete er Ludovica Aloisia Carolina Marussig, mit der er fünf Kinder hatte. Seine akademische Laufbahn begann als Privatdozent an der Universität Wien. Später wurde er Professor für Mathematik in Graz und schließlich Professor für Physik an der Karl-Ferdinands-Universität in Prag. Dort entstanden viele seiner bedeutendsten Werke. Ab 1895 lehrte Mach an der Universität Wien, bis er 1898 einen Schlaganfall erlitt und 1901 in den Ruhestand ging. Machs Werk umfasste ein breites Spektrum an Themen, von der experimentellen Bestätigung des Doppler-Effekts bis hin zu philosophischen Fragen der Erkenntnistheorie. Er beschäftigte sich intensiv mit der Sinnesphysiologie und leistete wichtige Beiträge zum Verständnis des Gleichgewichtssinns und der optischen Täuschungen. Seine Kritik an der Newtonschen Mechanik führte zur Formulierung des Machschen Prinzips, das später Albert Einstein beeinflusste. Nach seinem Tod wurde Mach in einem Sammelgrab in München beigesetzt.
Die Brücke zwischen der Physik im weitesten Sinne und der naturwissenschaftlichen Psychologie bilden eben Elemente, welche je nach dem untersuchten Zusammenhang physische oder psychische Objecte sind.
Quelle
Die Analyse der Empfindungen und das Verhältnis des Physischen zum Psychischen. 4. Auflage, Jena: Fischer, 1903. S. 287.
Die Mechanik fasst nicht die , auch nicht einen der Welt, sondern eine derselben.
Quelle
Die Mechanik in ihrer Entwicklung. Leipzig: Brockhaus, 1883. S. 478.
Die meisten Naturforscher pflegen heute als Philosophen einen 150 Jahre alten Materialismus, dessen Unzulänglichkeit allerdings nicht nur die Fachphilosophen, sondern alle dem philosophischen Denken nicht zu fern Stehenden, längst durchschaut haben.
Quelle
Erkenntnis und Irrtum. 2. Auflage. Leipzig: Barth, 1906. S. 4.
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Wer meint, die Welt aus Bewußtsein aufbauen zu können, hat sich wohl nicht klar gemacht, was für eine Komplikation die Tatsache des Bewußtseins einschließt.
Quelle
Erkenntnis und Irrtum. 2. Auflage. Leipzig: Barth, 1906, S. 44. Fußnote 1. Ernst Mach wurde in Brünn, Tschechien, geboren.
Ernst Mach: Einleitung in die Helmholtz'sche Musiktheorie. Populär für Musiker dargestellt, Graz, Leuschner & Lubensky, 1867. Mit einer Widmung des Verfassers
Ernst Mach: Zwei populäre Vorlesungen über musikalische Akustik. I. Ueber die Corti'schen Fasern des Ohres; II. Ueber die Ursachen der Harmonie, Gräz, Leuschner & Lubensky, 1865
Bildnachweis
Bildquelle: Ernst_Mach_01.jpg Autor: Wikipedia / Heliogravüre by H. F. Jütte, Leipzig; Scanned, image processed and uploaded by Kuebi = Armin Kübelbeck Lizenz: gemeinfrei
Robert Musil: Beitrag zur Beurteilung der Lehren Machs. Inaugural-Dissertation zur Erlangung der Doktorwürde genehmigt von der philosophischen Fakultät der Friedrich-Wilhelms-Universitt zu Berlin, 1908. Berlin-Wilmersdorf, Verlag Carl Anold