Clemens VII. war ein italienischer Papst, der am 26. Mai 1478 geboren wurde und am 25. September 1534 verstarb. Seine Welt kam bereits vor seiner Geburt ins Wanken, weil sein Vater kurz zuvor bei einer Verschwörung getötet wurde und die Eltern nicht heiraten durften. Der junge Giulio de’ Medici wuchs im Florentiner Umfeld der Medici auf, wo er musikalische Fähigkeiten entwickelte und von seinem Onkel gefördert wurde. Durch den Aufstieg seines Cousins Leo X. zum Papst erhielt Giulio wichtige kirchliche Ämter und stieg zum Kardinal auf. Im November 1523 wurde er selbst zum Kirchenoberhaupt gewählt und strebte danach, die weltliche Macht seiner Familie auszubauen. In den kriegerischen Konflikten zwischen Spanien und Frankreich geriet Clemens VII. in schwere Bedrängnis, was schließlich zu der verheerenden Plünderung Roms im Jahr 1527 führte. Nach seiner Gefangenschaft arrangierte sich der Pontifex mit Kaiser Karl V., den er im Jahr 1530 in Bologna krönte. Durch geschickte Heiraten sicherte Clemens VII. den Fortbestand und Einfluss der Medici in Europa ab. Religiöse Krisen prägten ebenfalls die Amtszeit, da er ein Konzil gegen die Reformation verweigerte und die Scheidung des englischen Königs Heinrich VIII. strikt ablehnte. Die Weigerung führte zur Abspaltung der englischen Kirche. Kurz nach diesen schweren politischen und kirchlichen Erschütterungen starb Clemens VII. im Jahr 1534 in Rom, wobei Gerüchte über eine Pilzvergiftung nie bestätigt werden konnten. Sein Leichnam fand in der Kirche Santa Maria sopra Minerva die letzte Ruhestätte.
Clemens VII. wurde in Florenz, Italien, geboren.
Bilder zum Thema Clemens VII.
Bildnachweis
Bildquelle: Bulle_clement_VII_16981.jpg Autor: tassin et Toustain. Pour le versement et les modifications ː G.Garitan, via Wikimedia Commons Lizenz: gemeinfrei
provenant de "Nouveau traité de diplomatique, où l'on examine les fondemens de cet art..."