Christoph Martin Wieland war Vater von 5 Kindern: Ludwig Wieland (* 1777), Sophie Catharina Susanna Wieland (* 1768), Juliane Caroline Dorothea Wieland (* 1782), Amalia Augusta Erler (* 1773), Johann David Adolf Kick (* 1764).
Christoph Martin Wieland war ein deutscher Dichter, Übersetzer und Herausgeber, der am 5. September 1733 geboren wurde und am 20. Januar 1813 verstarb. Wieland stammte aus einer Familie mit Wurzeln in Biberach, wo seine Vorfahren als Gastwirte und sogar als Bürgermeister wirkten. Sein Vater und Großvater waren Theologen, was seine frühe Bildung prägte. Schon in jungen Jahren zeigte Wieland großes Interesse an Literatur. Er las lateinische und deutsche Verse und begeisterte sich für aufklärerische Schriftsteller wie Voltaire. Seine Zeit im pietistischen Internat Kloster Berge führte zu einer Verehrung Klopstocks. Er begann ein Philosophiestudium in Erfurt, kehrte aber bald nach Biberach zurück und verlobte sich mit seiner Cousine Sophie Gutermann. Sie inspirierte ihn zu seinem ersten Werk, "Die Natur der Dinge". Wieland setzte sein Studium in Tübingen fort, wandte sich aber bald der Literatur zu. Er sandte ein Gedicht an Johann Jakob Bodmer, was zu einem längeren Aufenthalt in Zürich führte. Dort bewegte er sich in aufklärerischen Kreisen und veröffentlichte "Briefe von Verstorbenen an hinterlassene Freunde". Wieland pflegte viele Freundschaften und trug zur Entwicklung der Freundschaftskultur im 18. Jahrhundert bei. Nach der Auflösung seiner Verlobung mit Sophie und einer pietistischen Phase wandte er sich unter dem Einfluss verschiedener Schriftsteller der Aufklärung zu. Er trennte sich von Bodmer und arbeitete als Hauslehrer. Sein Trauerspiel "Lady Johanna Gray" markierte eine Abkehr von seiner früheren "frommen" Sprache. 1760 kehrte Wieland nach Biberach zurück, wurde Senator und Kanzleiverwalter. Er heiratete Anna Dorothea von Hillenbrand und hatte mit ihr 14 Kinder. Die Zeit in Biberach war für Wieland literarisch fruchtbar. Er schrieb den Roman "Geschichte des Agathon" und begann mit der Übersetzung von Shakespeares Werken. 1762 wurde in Biberach erstmals ein Shakespeare-Stück in seiner Übersetzung aufgeführt. Wieland verkündete in seinen Werken eine Philosophie der heiteren Sinnlichkeit und weltlichen Freuden. 1769 folgte Wieland einem Ruf an die Universität Erfurt, wo er weitere Werke verfasste, darunter den Staatsroman "Der goldene Spiegel". 1772 berief Herzogin Anna Amalia Wieland als Erzieher ihrer Söhne nach Weimar. Dort wirkte Wieland als Hofrat und entfaltete eine vielfältige literarische Tätigkeit. Er gab die Zeitschrift "Der Teutsche Merkur" heraus und veröffentlichte eigene Werke. Nach dem Tod seiner Frau zog Wieland 1803 wieder nach Weimar. Er starb 1813 an den Folgen einer Erkältung.
Bei leerem Magen // Sind alle Uebel doppelt schwer.
Quelle
Das Wintermärchen, Erster Theil, Der Fischer und der Geist, in: Sämmtliche Werke, Ein und zwanzigster Band, Hrsg. J. G. Gruber, bey Georg Joachim Göschen, Leipzig 1825, [https://books.google.de/books?id=AVBlAAAAcAAJ&pg=PA184&dq=leerem S. 184 books.google]
Denn für den Unwissenden ist alles möglich.
Quelle
Die Abentheuer des Don Sylvio von Rosalva, Auf Kosten Albrecht Friederich Bartholomäi, Ulm 1764, Drittes Capitel, [https://books.google.de/books?id=SYsNAAAAQAAJ&pg=PA12&dq=Unwissenden S. 12 books.google]
Denn Schwärmerey steckt wie der Schnuppen an. // Man fühlt, ich weis nicht was, und eh man wehren kann, // Ist unser Kopf des Herzens nicht mehr mächtig.
Quelle
Musarion, oder Die Philosophie der Grazien. Erstes Buch. Leipzig: Weidmann, 1768. [http://commons.wikimedia.org/w/index.php?title=Image%3AMusarion_%28Wieland%29.djvu&page=21 S. 21]
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Der Wein gibt Witz und stärkt den Magen.
Quelle
Eine Anekdote aus dem Olymp. In: Werke, hrsg. von Fritz Martini und H. W. Seiffert, Bd. 4 u. 5, München (Hanser) 1965 ff. Bd. 4, [http://www.zeno.org/nid/20005908353 S. 62]
Die Stimme der Natur läßt sich nicht überschreien.
Quelle
Idris und Zenide, Dritter Gesang, in: Sämmtliche Werke, Achter Band, Hrsg. J. G. Gruber, bey Georg Joachim Göschen, Leipzig 1824, [https://books.google.de/books?id=VU07AAAAcAAJ&pg=PA99&dq=überschreien S. 99 books.google]
Ein einzʼger augenblik kann alles umgestalten!
Quelle
Oberon, Neunter Gesang, 14., Weimar, bey Carl Ludolf Hoffmann 1780 [https://www.deutschestextarchiv.de/book/view/wieland_oberon_1780/?hl=umge%C5%BFtalten;p=188 deutschestextarchiv.de]; Verlag Christian Gottlieb Schmieder, Carlsruhe 1785, S. 191 [https://books.google.de/books?id=JXJjAAAAcAAJ&pg=PA191 books.google]
Ein Wahn, der mich beglückt, ist eine Wahrheit wert, die mich zu Boden drückt.
Quelle
Idris, ein heroisch-comisches Gedicht. Reuttlingen 1785. 3 / 10. Seite 90.
Jede höhere Stufe, welche der Mensch betritt, erfordert eine andere Lebensordnung.
Quelle
Der goldne Spiegel und andere politische Dichtungen. Anm. Herbert Jaumann, München: Winkler, 1979. 1. Theil / 2. [http://www.zeno.org/nid/20005910862 S. 43]
[...] schwatzt noch so hoch gelehrt, // Man weiß doch nichts als was man selbst erfährt!
Quelle
Oberon, Zweyter Gesang, 24. in: C. M. Wielands sämmtliche Werke, Zwey und zwanzigster Band, bey Georg Joachim Göschen, Leipzig 1796, [https://books.google.de/books?id=EyhNAAAAcAAJ&pg=PA70&dq=schwatzt S 70f. books.google]
Sie sehn den Bäumen nicht.
Quelle
Musarion, oder Die Philosophie der Grazien. Zweytes Buch. Leipzig: Weidmann, 1768. [http://commons.wikimedia.org/w/index.php?title=Image%3AMusarion_%28Wieland%29.djvu&page=51 S. 51]
Sorgt immer für den Augenblick, // Und Gott laßt für die Zukunft sorgen.
Quelle
Das Wintermärchen, Erster Theil, Der Fischer und der Geist, in: Wielands Neueste Gedichte, bey Christian Gottlieb Schmieder, Carlsruhe 17777, [https://books.google.de/books?id=BfY6AAAAcAAJ&pg=PA237&dq=Sorgt S. 237 books.google]
Und minder ist oft mehr, wie Lessings Prinz uns lehrt.
wir lernen durch Irren und Fehlen, und werden Meister durch Übung, ohne zu merken wie es zugegangen ist.
Quelle
Filosofie als Kunst zu leben, in: Wielands Werke, Vierzehnter Band, Hrsg. Wilhelm Kurrelmeyer, Weidmannsche Buchhandlung, Berlin 1928, [https://books.google.de/books?id=GixtjQfs6XUC&pg=PA194&dq=lernen S. 194, Zeile 11f. books.google]Christoph Martin Wieland wurde in Biberach an der Riß, Deutschland, geboren.
Town map of Weimar in 1782, etching by Franz Ludwig Güssefeld. North is at the right side.Note the entry “H[er]r[n] HofR[at] Wieland[s] Garten” (Christoph Martin Wieland’s garden) top-left from the center and the entry “H[er]r[n] Geh[eim-]Raths v[on] Göthe Garten” (Goethe’s garden) at the bottom left.
Biberach an der Riß
Haus Waaghausstraße 3, Tafel. "In diesem Haus wohnte der Dichter Christoph Martin Wieland (1733-1813) von seinem 4. bis zu seinem 14. Lebensjahr."
Biberach an der Riß, Deutschland
Haus Waaghausstraße 3 (Optik Rach). In diesem Haus wohnte Christoph Martin Wieland von seinem 4. bis zu seinem 14. Lebensjahr.
Das Haus war einst das Gasthaus zum „Schwarzen Beren“ (Bären), Marktplatz 2, dessen Wirt zwischen 1600 und 1622 [Se]Bastian Wieland (1588-1635/36), der Ur-Ur-Großvater von C. M. Wieland, war. Es wird allgemein als das Stammhaus der Familie Wieland bezeichnet. Heute beherbergt das Haus, auch als Ilg-Haus bekannt, ein Café
Dekret Napoleons vom 12. Oktober 1808 über die Ernennung zum Ritter der Ehrenlegion für Goethe, Wieland, Starke und Vogel;
Starke: médicina major (möglicherweise Starke der Ältere);
Georg Wilhelm Vogel, 1743-1813, Bürgermeister in Jena
Bildnachweis
Bildquelle: Familie-Wieland.jpg Autor: Wikipedia / Georg Melchior Kraus Lizenz: gemeinfrei
Meeting between Wieland and Napoleon I on October 6, 1808 in Weimar Castle, Artist: Hössel, Johann Baptist, 1809 after Schnorr von Carolsfeld Hans Veit Friedrich, Goethe-Nationalmuseum,
IdentificatieTitel(s): Portret van Christoph Martin WielandObjecttype: prent Objectnummer: RP-P-1920-2250Opschriften / Merken: verzamelaarsmerk, verso, gestempeld: Lugt 2228 VervaardigingVervaardiger: prentmaker: Heinrich Schmidt (vermeld op object), naar schilderij van: Ferdinand Jagemann (vermeld op object), uitgever: F.S. pr. Landes-Industrie-Comptoirs Plaats vervaardiging: WeimarDatering: 1750 - 1821Materiaal en TechniekFysieke kenmerken: gravureMateriaal: papier Techniek: graveren (drukprocedé)Afmetingen: plaatrand: hoogte 313 mm × breedte 229 mmOnderwerpWat: historical persons Wie: Christoph Martin Wieland Verwerving en rechten:Verwerving: aankoop 1905Copyright: Publiek domein
Tübingen, Pfleghofstr. 13: "Hier stand bis zum Brand 1789 das Hochmannianum, gestiftet von Prof. Johann Hochmann aus Biberach. In ihm wohnte als Stipendiat Christof Martin Wieland 1750 bis 1752."
Christoph Martin Wieland war ein 🙋♂️ deutscher Dichter und Herausgeber
Wie alt wurde Christoph Martin Wieland?
Christoph Martin Wieland erreichte ein Alter von ⌛ 79 Jahren.
Wann hat Christoph Martin Wieland Geburtstag?
Christoph Martin Wieland wurde an einem Samstag am ⭐ 5. September 1733 geboren.
Wo wurde Christoph Martin Wieland geboren?
Christoph Martin Wieland wurde in 🚩 Biberach an der Riß, Deutschland, geboren.
Wer sind die Eltern von Christoph Martin Wieland?
Die Eltern von Christoph Martin Wieland heißen Thomas Adam Wieland und Regine Catherine Kick.
War Christoph Martin Wieland verheiratet oder hatte er eine Partnerin?
Ja, Christoph Martin Wieland war verheiratet. Als Ehepartner ist Anna Dorothea Wieland bekannt.
Hatte Christoph Martin Wieland Kinder?
Ja, Christoph Martin Wieland war Vater von insgesamt 5 Kindern. Die Namen der Kinder lauten Ludwig Wieland (* 1777), Sophie Catharina Susanna Wieland (* 1768), Juliane Caroline Dorothea Wieland (* 1782), Amalia Augusta Erler (* 1773) und Johann David Adolf Kick (* 1764).
In welchem Sternzeichen wurde Christoph Martin Wieland geboren?
Christoph Martin Wieland wurde im westlichen Sternzeichen Jungfrau geboren.