César Ritz war Vater von 2 Kindern: Charles Ritz (* 1891), René Ritz (* 1896).
César Ritz war ein Schweizer Hotelier, der am 23. Februar 1850 geboren wurde und am 26. Oktober 1918 verstarb. Er stammte aus Niederwald im Kanton Wallis und wurde als dreizehntes Kind des dortigen Gemeindepräsidenten geboren. Seine Jugend verbrachte er teils mit Ziegenhüten im Sommer und dem Schulbesuch im Winter. Nach der Grundschule besuchte Ritz das Kollegium in Sitten, wo er Französisch lernte. Sein Vater nahm ihn jedoch nach drei Jahren wegen mangelnden Fleißes von der Schule und schickte ihn als Kaffeekellner nach Brig. Dort prophezeite ihm sein Chef, dass er es in der Hotellerie nie zu etwas bringen würde, woraufhin der siebzehnjährige Ritz 1867 nach Paris aufbrach. In Paris arbeitete Ritz zunächst als Schuhputzer, dann als Träger und schließlich als Zimmerkellner im Hôtel de la Fidélité. Nach einer unglücklichen Liebschaft wechselte er in das Hotel Le Voisin, wo er das Hotelgewerbe von Grund auf erlernte und Kontakte zu Berühmtheiten knüpfte. Dort freundete er sich auch mit dem Koch Auguste Escoffier an, der ihm viele Türen öffnete. 1873 zog Ritz nach Wien und arbeitete später in Nizza und auf dem Rigi, bevor er Direktor des Grandhotels National in Luzern wurde. Dort führte er Neuerungen wie private Badezimmer und Zimmertelefone ein und machte das Hotel zu einem Erfolg. Da das National im Winter geschlossen war, leitete Ritz saisonal Hotels in verschiedenen Städten und erwarb später das Hotel-Restaurant Maison de la Conversation in Baden-Baden. Mit 38 Jahren heiratete er Marie-Louise Beck und bekam zwei Söhne. Bis 1893 war Ritz viel unterwegs und baute oder leitete Hotels in ganz Europa. 1898 eröffnete er das Hotel Ritz in Paris, gefolgt von weiteren Ritz-Hotels in London und Madrid. Ein körperlicher Zusammenbruch beendete seine aktive Karriere im Jahr 1903. Ab 1906 litt Ritz an Depressionen und verbrachte seine letzten Jahre in Kliniken. Seine Frau und sein Sohn führten sein Werk fort. Ritz starb 1918 im Alter von 68 Jahren und wurde in Paris beigesetzt, später jedoch in seinen Geburtsort umgebettet.