Auguste Comte war ein französischer Mathematiker, Philosoph und Religionskritiker, der am 19. Januar 1798 geboren wurde und am 5. September 1857 verstarb. Bekanntheit erlangte er vor allem als Begründer des Positivismus und als Mitbegründer der Soziologie, deren Name auf ihn zurückgeht. Comte besuchte nach seiner Schulzeit in Montpellier die École polytechnique in Paris, ein Institut, das sich den Idealen der französischen Republik und dem Fortschritt verschrieben hatte. Aufgrund einer Studentenrevolte musste er die École jedoch verlassen und setzte seine Studien an der medizinischen Schule in Montpellier fort. Später kehrte er aber nicht wieder an die École zurück. Er zog nach Paris, wo er sich als Privatlehrer für Mathematik und durch andere Gelegenheitsarbeiten seinen Lebensunterhalt verdiente. Er eignete sich autodidaktisch ein breites Wissen an und studierte historische sowie philosophische Werke. Comte arbeitete als Student, Freund und Sekretär für den Sozialtheoretiker Graf Claude-Henri Comte de Saint-Simon, der ihn in intellektuelle Kreise einführte. Nach Meinungsverschiedenheiten verließ Comte Saint-Simon im Jahr 1824. Einige Jahre später heiratete er Caroline Massin. Er war bekannt für seine arrogante und energische Persönlichkeit. Im Jahr 1826 erlitt er einen psychischen Zusammenbruch und unternahm einen Suizidversuch, bei dem seine Frau ihn rettete. Caroline pflegte ihn trotz seines gewalttätigen Verhaltens. Von 1826 bis zu seiner Scheidung im Jahr 1842 veröffentlichte Comte sein Hauptwerk, den "Cours de philosophie positive". Ab 1844 verehrte er Clotilde de Vaux, eine platonische Liebe, die nach ihrem Tod quasi-religiöse Züge annahm. Comte sah sich daraufhin als Gründer einer neuen "Religion der Menschlichkeit". Er veröffentlichte daraufhin das "Système de politique positive". Auguste Comte starb in Paris an Magenkrebs und wurde auf dem Friedhof Père-Lachaise beigesetzt.