Anton Bruckner war ein österreichischer Komponist, der am 4. September 1824 geboren wurde und am 11. Oktober 1896 verstarb. Er lernte durch seinen Vater früh Orgel. Nach dem frühen Tod des Vaters 1837 kam Bruckner ins Stift Sankt Florian, wo er Musikunterricht erhielt. Obwohl er zunächst Lehrer werden sollte, widmete er sich zunehmend dem Komponieren und Improvisieren. Nach seiner Lehrerprüfung 1845 wurde er Organist und schuf erste geistliche Werke. 1855 wechselte Anton Bruckner nach Linz, wurde Domorganist und gab die Lehrtätigkeit auf. Er vertiefte seine Musiktheoriestudien und studierte Komposition bei Otto Kitzler, der ihn mit Richard Wagners Musik bekannt machte. Dies führte zur Entstehung seiner ersten großen Instrumentalwerke und seiner 1. Sinfonie. 1868 zog Bruckner nach Wien, wo er am Konservatorium lehrte und als Hoforganist wirkte. Zunächst feierte er Erfolge als Orgelvirtuose und mit seinen Messen. Doch seine Sinfonien stießen auf Widerstand, besonders die Wagner gewidmete 3. Sinfonie 1877, die ein Misserfolg war und ihm die Feindschaft einflussreicher Kritiker einbrachte. Der große Durchbruch als Komponist gelang Anton Bruckner erst 1884 mit der erfolgreichen Uraufführung seiner 7. Sinfonie in Leipzig. Auch sein "Te Deum" war ein Erfolg, wofür er das Ritterkreuz erhielt. In seinen letzten Lebensjahren verschlechterte sich seine Gesundheit. Er zog sich von seinen Ämtern zurück und konzentrierte sich auf die Komposition seiner 9. Sinfonie, von der er jedoch nur die ersten drei Sätze vollenden konnte. Er erhielt noch Ehrungen, darunter einen Ehrendoktor und eine kaiserliche Wohnung. Anton Bruckner starb am 11. Oktober 1896 an einem Herzleiden und wurde in der Stiftsbasilika von St. Florian beigesetzt.
Anton Bruckner wurde in Ansfelden, Österreich, geboren.
Anton Bruckners Haar im versiegelten Rahmen. Der Steyrer Heimatdichter Sepp Stöger (1869 – 1938) sammelte als Friseur die Haare seines Kunden Anton Bruckner. Stadtmuseum Steyr, Innerberger Stadel, 2. Obergeschoß. Beschreibung nach den Angaben beim Exponat
Bildnachweis
Bildquelle: Theresia_Bruckner,_geb._Helm,_auf_dem_Totenbett_1860.jpg Autor: Wikipedia / Unknown photographer from Linz (even if the photo were not anonymous, the photographer is most likely dead for more than 70 years, as the photo is from 1860) Lizenz: gemeinfrei
Anton Bruckner's mother Theresia Bruckner, née Helm, on 11 November 1860 on her deathbed