William Turner war ein englischer Maler, der am 23. April 1775 in London geboren wurde und am 19. Dezember 1851 in Chelsea, London verstarb. Er schuf vor allem Landschafts- und Seestücke und gilt als einer der bedeutendsten Künstler der Romantik in England. Licht und Atmosphäre waren ihm bei seinen Werken besonders wichtig. Turner wuchs in London auf, sein Vater arbeitete als Barbier und stellte schon früh die Zeichnungen seines Sohnes im Laden aus. Förderer erkannten sein Talent und ermöglichten ihm ein Stipendium an der Royal Academy. Dort lernte er, Kupferstiche zu kolorieren und füllte seine Skizzenbücher mit Naturzeichnungen. Er verdiente sein Geld mit dem Kolorieren von Stichen und schuf eigene topographische Aquarelle. Reisen führten ihn durch Wales und den Lake District. Ab den 1790er Jahren erhielt Turner Aufträge von verschiedenen Sammlern und Architekten. Er nahm am Monro Circle teil, wo er im Malen mit Wasserfarben gefördert wurde. Ab 1795 erlernte er bei Loutherbourgh die Ölmalerei, die in seinem Werk immer wichtiger wurde. Sein erstes Ölgemälde stellte er 1796 aus. Wenig später wurde Turner Mitglied der Royal Academy of Arts und zog in eine eigene Wohnung. Er reiste nach Frankreich und in die Schweiz, um sich von den Werken alter Meister inspirieren zu lassen. 1802 wurde Turner Vollmitglied der Royal Academy und später Professor für Perspektive. Er unternahm Reisen nach Italien und setzte seine Eindrücke von Licht und Farbe in seinen Gemälden um. Sein Vater, der ihm im Haushalt und Geschäft half, starb 1829. Turner reiste viel und hielt sich oft bei Förderern auf, die ihm Ateliers einrichteten. Um 1840 entstand eine Freundschaft mit John Ruskin, der sich für sein Werk einsetzte. In seinen letzten Lebensjahren zog sich Turner zurück und lebte zurückgezogen in Chelsea. Er starb 1851 und wurde in der St Paul’s Cathedral beigesetzt.
William Turner wurde in Covent Garden, England, geboren.
Night scene showing the façade of the house where J. M. W. Turner was born partly overshadowed by the building opposite. A man (a coachman?) carrying a lantern and wearing a Garrick cloak can be seen wearily walking away from the viewer as a woman stands on her balcony on the second floor and the silhouettes of two women can just be made out through the shadows of an open door on the first floor. Woodcut from an article in the magazine Once a Week.
Skizzenbuch Dynevor Castle von William Turner mit Kompositionsstudie: Figuren an einem Ufer mit einem heftigen Sturm über einer Ebene (Doppelseite). Bleistift auf Papier, 1798. Aus dem Bestand der Tate Gallery, ausgestellt im Kunstbau im Rahmen der Ausstellung „Turner. Three Horizons“, 2023
Joseph Mallord William Turner: Lecture Diagram 31, Perspective Method for a Cube (after Jan Vredeman de Vries), Pencil and watercolour on white wove paper, 671 x 998 mm. Exhibited at Kunstbau / Lenbachhaus as part of the exhibition "Turner. Three Horizons", 2023