Wilhelm Hauff war ein deutscher Schriftsteller, der am 29. November 1802 geboren wurde und am 18. November 1827 verstarb. Hauff stammte aus Stuttgart und war ein Vertreter der Romantik und der Schwäbischen Dichterschule. Bekannt wurde er vor allem für seine Märchen wie "Das kalte Herz" und "Die Geschichte von dem kleinen Muck", aber auch für den historischen Roman "Lichtenstein". Seine Kindheit verbrachte Hauff teilweise in Tübingen, nachdem sein Vater, ein Regierungsratsekretär, früh verstorben war. Dort lebte er mit seiner Mutter und den Geschwistern im Haus seines Großvaters. Seine Ausbildung erhielt er an der Lateinschule in Tübingen, der Klosterschule in Blaubeuren und schließlich an der Universität Tübingen, wo er Theologie studierte. Dort entstanden auch erste Studentenlieder. Im Oktober 1825 promovierte Hauff an der Philosophischen Fakultät der Universität Tübingen. Nach dem Studium arbeitete Hauff als Hauslehrer in Stuttgart und unternahm Reisen durch Frankreich und Norddeutschland. Er machte sich einen Namen mit der Satire "Der Mann im Mond", in der er den Trivialautor Heinrich Clauren parodierte. Im Januar 1827 wurde Hauff Redakteur des Cotta’schen Morgenblattes. Im Februar desselben Jahres heiratete Wilhelm Hauff seine Cousine Luise. Im August unternahm er eine Reise nach Tirol, um Material für ein Werk über Andreas Hofer zu sammeln. Während dieser Reise infizierte er sich mit Typhus. Nur wenige Tage vor seinem 25. Geburtstag starb Wilhelm Hauff an den Folgen dieser Krankheit.
Reuters Morgengesang. In: Werke. Hrsg. von Max Mendheim. Band I. Leipzig und Wien: Bibliographisches Institut, [um 1900]. S. 20
Die Leihbibliotheken studiere, wer den Geist des Volkes kennen lernen will.
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Die Bücher und die Lesewelt: 2. Geschmack des Publikums. Aus: Hauffs Werke. hg. von Gustav Schwab. Band 1. Stuttgart: F. Brodhag. 1837. S. 96.
Eine neue, auffallende lächerlich sein sollte, hat etwas Ansteckendes an sich für junge Leute, die noch nicht über sich selbst und die Welt nachgedacht haben.
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Der Scheik von Alessandria und seine Sklaven: Der Affe als Mensch. Aus: W. Hauffs Werke. Hrsg. von Max Mendheim. 4. Band. Leipzig und Wien: Bibliographisches Institut. [um 1900]. S. 83, Zeile 29ff.
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Es ist kein Autor so gering und klein, // Der nicht dächtʼ, etwas Rechtʼs zu sein.
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Schriftsteller. Aus: W. Hauffs Werke. Hrsg. von Max Mendheim. 1. Band. Leipzig und Wien: Bibliographisches Institut. [um 1900]. S. 22
Man soll den Teufel nicht an die Wand malen, sonst kömmt er.
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Mitteilungen aus den Memoiren des Satan. 9. Kapitel: Satans Rache an Dr. Schnatterer. Aus: W. Hauffs Werke. Hrsg. von Max Mendheim. 2. Band. Leipzig und Wien: Bibliographisches Institut. [um 1900]. S. 239Wilhelm Hauff wurde in Stuttgart, Deutschland, geboren.
Courtly Portrait of a Lady, formerly Salome with the Head of St. John the Baptist. Painting on limewood. The head of John the Baptist was depicted on the lower section of the panel. This section was sawn off because it was felt to be too repulsive. By doing so the portrait was turned into an icon of old-style German beauty that Wilhelm Hauff celebrated in a novella in 1826.
Buch: Die Ruhestätten und Denkmäler unserer deutschen Dichter (1904)
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Bildquelle: Hauff_Stammbuch.jpg Autor: Wikipedia / Unknown authorUnknown author Lizenz: gemeinfrei
Stammbuchblatt Wilhelm Hauffs zum studentischen Treffpunkt auf der Neckarbrücke in Tübingen:„Dort draußen auf der Brücke/Da liegt ein schönes Haus/Da fliegen Liebes Blicke/Sie fliegen ein und aus.“
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Wilhelm Rösch: Bildsäule des Hauff-Denkmals mit der Hermenbüste von Wilhelm Hauff, Bronze, Entstehungsjahr 1882, Stuttgart, Hasenbergsteige, Hauff-Denkmal.
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