Theodor Storm war Vater von 8 Kindern, darunter Hans Storm (* 1848), Ernst Storm (* 1851), Karl Storm (* 1853), Gertrud Storm (* 1865).
Theodor Storm war ein deutscher Schriftsteller, der am 14. September 1817 in Husum geboren wurde und am 4. Juli 1888 verstarb. Er gilt als einer der wichtigsten Autoren des Poetischen Realismus, besonders bekannt für seine Novellen, obwohl er sich selbst vor allem als Lyriker sah. Für Storm bildete das persönliche Erlebnis die Grundlage seiner Gedichte, während er sich von rein gedanklichen Gedichten distanzierte. Neben seinen frühen, stimmungsvollen Werken wie "Immensee" und "Angelica" erweiterte Storm in seinen späteren Novellen sein Themenspektrum. Er behandelte nun auch religions- und sozialkritische Themen, wie in "Veronica", "Im Schloß" oder "Ein Doppelgänger". Seine Kunstmärchen und unheimlichen Novellen, darunter "Draußen im Heidedorf", "Renate", "Eekenhof" und schließlich "Der Schimmelreiter", zeugen von einem Spannungsverhältnis zu den Prinzipien des Realismus. Storm arbeitete als Jurist und verarbeitete seine Erfahrungen aus diesem Beruf in vielen seiner Novellen. Einige seiner Werke kritisierten den Adel, die Beamtenhierarchie und die Verflechtung von weltlicher und geistlicher Macht. Obwohl er sich nicht primär für Politik interessierte, nahm er aufgrund historischer Ereignisse zu gesellschaftlichen Fragen Stellung und engagierte sich, beispielsweise als Mitbegründer eines patriotischen Hilfsvereins. Er schrieb auch Berichte über die Schleswig-Holsteinische Erhebung im Auftrag seines Freundes Theodor Mommsen. Nachdem die dänischen Behörden seine Berufserlaubnis nicht verlängerten, zog Storm 1853 nach Potsdam, um am dortigen Kreisgericht zu arbeiten. Später, im Jahr 1856, zog er nach Heiligenstadt. Im Jahr 1864 kehrte er nach Husum zurück und übernahm das Amt des Landvogts. Im Jahr 1880 verließ er seine Heimatstadt und verbrachte seine letzten Lebensjahre in Hademarschen, wo er seine letzte und umfangreichste Novelle, "Der Schimmelreiter", verfasste. Storm fand seine letzte Ruhestätte auf dem St.-Jürgen-Friedhof in Husum.
Zitate von Theodor Storm
Der Eine fragt: was kommt danach? // Der Andre fragt nur: ist es recht? // Und also unterscheidet sich // Der Freie von dem Knecht.
Quelle
Sprüche. In: Gesammelte Schriften, Band 1, Zweite Auflage, Westermann, Braunschweig 1872, S. 148. [https://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/goToPage/bsb11015741.html?pageNo=160 BSB-MDZ]
Der Nebel steigt, es fällt das Laub; // Schenk ein den Wein, den holden! // Wir wollen uns den grauen Tag // Vergolden, ja vergolden!
Quelle
Oktoberlied. In: Sämtliche Werke in vier Bänden. Herausgegeben von Peter Goldammer, Band 1, 4. Auflage, Berlin und Weimar: Aufbau, 1978, S. 109, [http://www.zeno.org/Literatur/M/Storm,+Theodor/Gedichte/Gedichte+(Ausgabe+1885)/Erstes+Buch/Oktoberlied zeno.org]
der Sperling gleicht dem Menschen, an sich ist er ohne Wert, aber er trägt die Möglichkeit zu allem Großen in sich.
Quelle
Eine Halligfahrt. In: Sämtliche Werke in vier Bänden, Band 2, Aufbau, Berlin und Weimar 1967, S. 299, [http://www.zeno.org/Literatur/M/Storm,+Theodor/Erz%C3%A4hlungen/Eine+Halligfahrt zeno.org]
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Ein Blatt aus sommerlichen Tagen, // Ich nahm es so im Wandern mit, // Auf daß es einst mir möge sagen, // Wie laut die Nachtigall geschlagen, // Wie grün der Wald, den ich durchschritt.
Quelle
Ein grünes Blatt. In: Sämtliche Werke in vier Bänden. Herausgegeben von Peter Goldammer, Band 1, 4. Auflage, Aufbau, Berlin und Weimar 1978, S. 117, [http://www.zeno.org/Literatur/M/Storm,+Theodor/Gedichte/Gedichte+(Ausgabe+1885)/Erstes+Buch/Ein+gr%C3%BCnes+Blatt zeno.org]
Ein Punkt nur ist es, kaum ein Schmerz, // Nur ein Gefühl empfunden eben; // Und dennoch spricht es stets darein // Und dennoch stört es dich zu leben.
Quelle
Beginn des Endes. In: Sämtliche Werke in vier Bänden. Herausgegeben von Peter Goldammer, Band 1, 4. Auflage, Aufbau, Berlin und Weimar 1978, S. 184, [http://www.zeno.org/Literatur/M/Storm,+Theodor/Gedichte/Gedichte+(Ausgabe+1885)/Erstes+Buch/Beginn+des+Endes zeno.org]
Halte fest: du hast vom Leben // Doch am Ende nur dich selber.
Quelle
Für meine Söhne. In: Dichterstimmen der Gegenwart, Hrsg. Karl Weller, Verlag Heinrich Hübner, Leipzig 1856, S. 461,
Kein Klang der aufgeregten Zeit // Drang noch in diese Einsamkeit.
Quelle
Abseits. In: Gedichte, Schwersʼsche Buchhandlung, Kiel 1852, S. 4, [http://www.deutschestextarchiv.de/storm_gedichte_1852/14 DTA]
Über die Heide hallet mein Schritt; Dumpf aus der Erde wandert es mit.
Quelle
Über der Heide. In: Sämtliche Werke in vier Bänden. Herausgegeben von Peter Goldammer, Band 1, 4. Auflage, Aufbau, Berlin und Weimar 1978, S. 109, [http://www.zeno.org/Literatur/M/Storm,+Theodor/Gedichte/Gedichte+(Ausgabe+1885)/Erstes+Buch/%C3%9Cber+die+Heide zeno.org]
Von drauß’ vom Walde komm ich her; // Ich muß euch sagen, es weihnachtet sehr! // Nun sprecht, wie ich’s hierinnen find’! // Sind’s gute Kind’, sind’s böse Kind’?
Quelle
Knecht Ruprecht. In: Gedichte, 1862. Verlag von Gebrüder Paetel, 8. Auflage, Berlin 1889, S. 144, Wikisource
Wer je gelebt in Liebesarmen, // Der kann im Leben nie verarmen;
Quelle
Wer je gelebt in Liebesarmen. In: Gedichte, Schwersʼsche Buchhandlung, Kiel 1852, S. 39, [http://www.deutschestextarchiv.de/storm_gedichte_1852/49 DTA]Theodor Storm wurde in Husum, Deutschland, geboren.
Diese leider nur gering aufgelöste Wiedergabe einer Fotografie (Ferrotypie mit einer Ansicht des Schriftstellers und Lyrikers Theodor Storm stammt vermutlich aus der Urheberschaft von Ferdinand Tellgmann, des Malers, Daguerreotypie-Pioniers, Porträt-Fotografen und Begründers der Fotografen-Dynastie Tellgmann. Zu der Aufnahme vermerkte der Germanist Gerd Eversberg auf seiner Webseite g.eversberg.eu unter dem Titel Theodor Storm und die Fotografie:
„Während Storms Aufenthalt in Heiligenstadt (1856-1864) bereiste der Kunstmaler und Photograph Ferdinand Tellgmann (1811-1897) das Eichsfeld; Anfang Juli 1858 annoncierte er im Ober-Eichsfelder Kreisanzeiger und bot seine Dienste für einige Wochen an. Sein Atelier hatte er auf dem Grundstück von Storms Bruder Otto aufgebaut, der dort seit einigen Jahren eine Gärtnerei betrieb. Es waren die Glashäuser dieser Gärtnerei, in denen die Fotografien wegen der guten Lichtverhältnisse hergestellt werden konnten. Tellgmann fertigte hier vor allem Porträtaufnahmen sowie „Copien von Bildern aller Art“ an.[22] Möglicherweise stammt die Ferrotypie, die Theodor Storm in den 1860er Jahren zeigt, von Tellgmann; andere Aufnahmen aus dessen Werkstatt sind nicht überliefert.[23]“
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Bildnachweis
Bildquelle: Constanze_Storm_3.jpg Autor: Wikipedia / Unknown authorUnknown author Lizenz: gemeinfrei
Gertrud Storms "Vergilbte Blätter aus der grauen Stadt" erschien 1922 im Verlag Habbel & Naumann, Regensburg und Leipzig. Das Buch umfasst 160 Seiten im Format 19 x 13 cm, ist fest gebunden und mit einem Buchrücken aus Halbleinen ausgestattet. In der Abbildung ist hinter dem Porträt Storms schemenhaft das Haus von Theodor Storms Urgroßeltern Feddersen in Husum (Schiffbrücke 16) zu sehen. Das Haus ist Schauplatz einiger Szenen in Storms Novellen „Immensee“, „Der Schimmelreiter“ und vor allem „Carsten Curator“.
Die Verfasserin Gertrud Storm (1865 - 1936) war die jüngste Tochter aus Theodor Storms erster Ehe mit Constanze Esmarch.
In den zwölf Beiträgen des Buches schildert Gertrud Storm einzelne Phasen, Ereignisse und persönliche Begegnungen aus dem Leben Theodor Storms. Die Kapitel tragen folgende Überschriften: „Aus Urgroßvaters Zeiten“ - „Kindheit“ - „Lockenköpfchen“ - „Spukerzählungen“ - „Klaus Groth“ - „Julius von der Traun“ - „Ein Besuch Paul Heyses“ - „Theodor Storm und Ivan Turgeneff“ - „Weihnachten“ - „Der siebzigste Geburtstag“ - „Wiederkommen bringt Freud’“ - „Die letzten Stunden“.
Das Buch ist heute nur noch antiquarisch zu erwerben.
Gertrud Storms Buch "Wie mein Vater Immensee erlebte" erschien 1924 im Verlag Holder-Pichler-Tempsky, Wien / G. Freitag, Leipzig. Es hat einen Umfang von 114 Seiten (+ 8 nicht paginierte Seiten) im Format 15,7 x 12,2 cm und ist in festen Einband (Pappe) gebunden. Inhaltliche Gliederung: "Einleitung. Das Leben Theodor Storms" (S. 1 bis 38) - "Einführung zu 'Immensee'" (S. 39 bis 62) - "Immensee" (Text der Novelle, S. 63 bis 114). - Abbildungen: Porträtfoto Theodor Storms; Faksimile des Storm-Gedichtes "Für meine Söhne".
Gruss aus Husum, Husum, Schleswig-Holstein, Deutschland (vor 1905)Die Postkarte wurde in folgender Weise bearbeitet: Rand ergänzt bzw. ausgebessert, Flecken entfernt, Farben und Kontrast verstärkt, moderate Entschleierung.
Mutter und Kind. Illustration zu: Theodor Storm: Die Kinder (Auf meinem Schoße sitzet nun
Und ruht der kleine Mann; Mich schauen aus der Dämmerung Die zarten Augen an.) Lithographie, 16 x 12 cm
Bildnachweis
Bildquelle: BundespostTStorm.jpg Autor: Wikipedia / Deutsche Bundespost Lizenz: gemeinfrei
Theodor-Storm-Gesellschaft:
Tagung im September 2013 in Husum. Die Liesegangsche Buchhandlung in Husum würdigt in ihrem Eingang Theodor Storm und die Theodor-Storm-Gesellschaft durch die Ausstellung des Tagungsplakats und von Büchern Theodor Storms und aktueller Bücher über Theodor Storm, so auch die Biographie von Jochen Missfeldt "Du graue Stadt am Meer - Der Dichter Theodor Storm in seinem Jahrhundert", 2013 erschienen im Hanser-Verlag.
Theodor Storm war ein 🙋♂️ deutscher Schriftsteller
Wie alt wurde Theodor Storm?
Theodor Storm erreichte ein Alter von ⌛ 70 Jahren.
Wann hat Theodor Storm Geburtstag?
Theodor Storm wurde an einem Sonntag am ⭐ 14. September 1817 geboren.
Wo wurde Theodor Storm geboren?
Theodor Storm wurde in 🚩 Husum, Deutschland, geboren.
Wer sind die Eltern von Theodor Storm?
Als ein Elternteil von Theodor Storm ist Johann Casimir Storm bekannt.
Hatte Theodor Storm Kinder?
Ja, Theodor Storm war Vater von insgesamt 8 Kindern. Die Namen der Kinder lauten u. a. Hans Storm (* 1848), Ernst Storm (* 1851), Karl Storm (* 1853) und Gertrud Storm (* 1865).
In welchem Sternzeichen wurde Theodor Storm geboren?
Theodor Storm wurde im westlichen Sternzeichen Jungfrau geboren.