Otto Schenk war Vater eines Kindes namens Konstantin Schenk (* 1957).
Otto Schenk war ein österreichischer Schauspieler, Kabarettist, Regisseur und Intendant, der am 12. Juni 1930 in Wien geboren wurde und am 9. Jänner 2025 verstarb. Er kam als Sohn katholischer Eltern zur Welt. Sein Vater arbeitete als Notar und engagierte sich später als Präsident des Österreichischen Eislaufverbandes. Seine Mutter stammte aus Triest. Aufgrund der jüdischen Herkunft seiner Großeltern väterlicherseits wurde sein Vater nach dem Anschluss Österreichs diskriminiert, was zum Verlust seines Arbeitsplatzes führte. Otto Schenk selbst musste kurzzeitig dem Deutschen Jungvolk beitreten, wurde aber aufgrund seiner Einstufung als "Mischling" wieder ausgeschlossen. Schenk wuchs mit seiner älteren Schwester, einer Eiskunstläuferin und Olympiateilnehmerin, im ersten Wiener Gemeindebezirk auf. Er hegte zunächst literarische Ambitionen und veröffentlichte Gedichte in einer Zeitschrift. Nach seiner Ausbildung am Max-Reinhardt-Seminar begann er seine Karriere am Wiener Volkstheater und später am Theater in der Josefstadt. Ab 1953 übernahm er die Regie bei verschiedenen Aufführungen in Wiener Theatern. Im Jahr 1957 inszenierte Schenk seine erste Oper, Wolfgang Amadeus Mozarts "Die Zauberflöte", am Salzburger Landestheater. In den folgenden Jahren spielte und inszenierte er an renommierten Bühnen weltweit, darunter das Wiener Burgtheater, die Münchner Kammerspiele, die Wiener Staatsoper, die New Yorker Metropolitan Opera, die Mailänder Scala und das Royal Opera House in London. 1956 heiratete Schenk Renée Michaelis, die er am Reinhardt-Seminar kennengelernt hatte. Ihr Sohn Konstantin wurde 1957 geboren. Von 1986 bis 1988 war Schenk Direktoriumsmitglied der Salzburger Festspiele, und von 1988 bis 1997 leitete er gemeinsam mit Robert Jungbluth das Theater in der Josefstadt. Als Kabarettist trat Schenk bereits in den 1950er-Jahren im Kabarett Simpl auf. In den letzten Jahrzehnten begeisterte er sein Publikum mit Leseabenden unter dem Motto "Sachen zum Lachen". Auf der Theaterbühne verkörperte er Rollen in Stücken von Shakespeare, Molière, Nestroy, Raimund und Hofmannsthal. Im März 2021 verkündete Otto Schenk seinen Abschied von der Bühne. Seine letzte Rolle spielte er im November 2020 in "Der Kirschgarten". Schenk starb am 9. Jänner 2025 im Alter von 94 Jahren in seinem Haus am Irrsee.
Otto Schenk wurde in Wien, Österreich, geboren.
Filme mit Otto Schenk
1955: Dunja 1960: Der brave Soldat Schwejk 1960: Ich heiße Robert Guiscard 1961: Der Bauer als Millionär 1963: Die lustigen Vagabunden 1964: 1967: Der Untermieter, mit Alfred Böhm, Werbe-u. Sketch-Kurz TV-Serie im ORF 1969: Der Kaufmann von Venedig (Regie) 1972: Immer Ärger mit Hochwürden 1972: Die Fledermaus (Regie) 1973: Was Ihr wollt (Regie) 1973: Reigen (Regie) 1975: Komtesse Mizzi (Regie) 1978: Sechs Personen suchen einen Autor 1981: Der lebende Leichnam (Regie) 1982: Die verkaufte Braut (Regie)
Alle Filme anzeigen
1984: Eine blaßblaue Frauenschrift 1986: Oft passiert es unverhofft - Einfälle und Reinfälle (Sketchsendung) 1988: Starke Zeiten 1992: Duett, Regie: Xaver Schwarzenberger, mit Agnes Baltsa und Karlheinz Hackl (Kriminalfilm des ORF) 1992: Immer Ärger mit Nicole 1994: Tafelspitz, Regie: Xaver Schwarzenberger 1995: Mein Opa ist der Beste, Regie: Helmuth Lohner 1996: Die Nachbarn, 5-teilige Sketchreihe 1997: Ein Schutzengel auf Reisen von Lida Winiewicz, Regie: Peter Weck 1997: Ein Herz wird wieder jung 1997: Mein Opa und die 13 Stühle, Regie: Helmuth Lohner 1999: Late Show, Regie: Helmut Dietl 2001: Zwei unter einem Dach, Regie: Peter Weck 2002: August der Glückliche, Regie: Joseph Vilsmaier 2002: Hochwürden wird Papa 2007: Mein alter Freund Fritz, Regie: Dieter Wedel 2016: Liebe möglicherweise, Regie: Michael Kreihsl 2018: Meiberger – Im Kopf des Täters (Fernsehserie) 2018: Die Professorin – Tatort Ölfeld, Regie: Peter Payer 2019: Vier Saiten, Regie: Michael Kreihsl