Heinrich Zille war ein deutscher Grafiker, Maler und Fotograf, der am 10. Januar 1858 geboren wurde und am 9. August 1929 verstarb. Zilles Eltern waren Johann Traugott Zille, ein Uhrmacher, und Ernestine Louise Heinitz, eine Bergmannstochter. Er kam in Radeburg bei Dresden zur Welt und verbrachte dort seine ersten drei Lebensjahre, bevor die Familie nach Dresden und später nach Berlin zog, wo sie in ärmlichen Verhältnissen lebte. Schon früh zeigte sich sein Interesse an Kunst, beeindruckt von den Stichen William Hogarths. Zille nahm Zeichenunterricht und begann eine Lehre als Lithograf, obwohl sein Vater ihn lieber als Metzger gesehen hätte. Parallel dazu studierte er an der Königlichen Kunstschule bei Professor Theodor Hosemann und besuchte den Abendunterricht von Professor Carl Domschke, um anatomisches Zeichnen zu lernen. Nach seinem Studium arbeitete er in verschiedenen Betrieben und eignete sich unterschiedliche grafische Techniken an. Ab 1877 war er bei der Photographischen Gesellschaft Berlin angestellt, wo er bis 1907 arbeitete, unterbrochen durch seinen Militärdienst. Diese Zeit prägte ihn und seine spätere künstlerische Arbeit stark. Von 1880 bis 1882 leistete Zille seinen Militärdienst, den er als unliebsame Erfahrung empfand. Nach seiner Entlassung heiratete er Hulda Frieske und gründete eine Familie. Um die Jahrhundertwende entdeckte Zille die Unterschicht als Sujet für seine Kunst und wurde 1907 von der Photographischen Gesellschaft entlassen. Danach arbeitete er als freier Künstler und fand seinen eigenen Stil, der ihn berühmt machte. Zille stellte seine Werke in Zeitschriften aus und wurde Mitglied der Berliner Secession. Er erlangte Anerkennung und wurde 1924 zum Professor ernannt. Nach dem Tod seiner Frau Hulda im Jahr 1919 verschlechterte sich sein Gesundheitszustand. Heinrich Zille starb 1929 in Berlin und wurde auf dem Südwestkirchhof Stahnsdorf beigesetzt.
2019 Freital Heinrich Zille in der Sparkasse - Gedenktafel zum Haus der Großeltern, wo er sich oft aufhielt. Schulbesuch von 1865-1867 in der Dorfschule Potschappel (Coschützer Straße)
Bronzerelief von Prof. Erich F. Reuter, Berlin
Alfred Richard Meyer: Der Barbier von Wilmersdorf. Lyrische Groteske in vier Akten und einem Vorspiel. Musik von Georg Walter Rössner. Titelzeichnung von Heinrich Zille. Alfred Richard Meyer Verlag, Berlin-Wilmersdorf, 1920
For documentary purposes the German Federal Archive often retained the original image captions, which may be erroneous, biased, obsolete or politically extreme. Feierliche Enthüllung des Zille-Denkmals im Garten des Theaters der Elite-Sänger in Berlin! Das erste Zille-Denkmal nach der Enthüllung.
For documentary purposes the German Federal Archive often retained the original image captions, which may be erroneous, biased, obsolete or politically extreme. Berlin, 20. Todestag Heinrich Zille, Rede Nagel
20. Todestag von Heinrich Zille. Am 28.7.49 wurden vor dem Denkmal Heinrich Zilles anläßlich seines 20. Todestages von der Stadt Berlin und den demokratischen Organisationen Kränze niedergelegt. Der Maler Prof. Otto Nagel, ein alter Freund Zilles, hielt die Gedenkrede.
UBz: Prof. Otto Nagel bei seiner Gedenkrede.
Aufn. Illus Igel 3649-49 28.7.49 Leihweise Illus Berlin Ws
Abgebildete Personen:
Nagel, Otto Prof.: Maler, Präsident der Akademie der Künste (AdK), Nationalpreisträger, Vaterländischer Verdienstorden (VVO) in Gold, DDR (GND 118586300)
For documentary purposes the German Federal Archive often retained the original image captions, which may be erroneous, biased, obsolete or politically extreme. Berlin, 20. Todestag Heinrich Zille, Rede Nagel
20. Todestag von Heinrich Zille. Am 28.7.49 wurden vor dem Denkmal Heinrich Zilles anläßlich seines 20. Todestages von der Stadt Berlin und den demokratischen Organisationen Kränze niedergelegt. Der Maler Prof. Otto Nagel, ein alter Freund Zilles, hielt die Gedenkrede.
UBz: Prof. Otto Nagel bei seiner Gedenkrede.
Aufn. Illus Igel 3649-49 Leihweise Illus Berlin Ws
Abgebildete Personen:
Nagel, Otto Prof.: Maler, Präsident der Akademie der Künste (AdK), Nationalpreisträger, Vaterländischer Verdienstorden (VVO) in Gold, DDR (GND 118586300)
S'dunkle Berlin, (Aufschrift auf dem Schild: Kaiser-Wilhelm-Straße), 1898, Radierung und Aquatinta auf Velin, signiert H. Zille, Plattenmaße 15,8 x 21,7 cm, Blattmaße 29 x 39 cm, Blatt 4 aus dem Portfolio Zwölf Künstlerdrucke von 1905
Wandbild von Hannes Warscycek und Wolf-Ulrich Friedrich nach der Lithographie "Singende Kinder" (1919) von Heinrich Zille (30. Blatt des Zyklus "Zwanglose Geschichten und Bilder"/ "– Lieb Heimatland ade, Plötzensee –"), an der Giebelseite des Hauses Robert-Uhrig-Straße 6 B in Berlin-Friedrichsfelde, zur Paul-Gesche-Straße hin. Geschaffen im Jahr 1987 zur 750-Jahrfeier Berlins.