Gregor XIII. war ein italienischer Papst, der am 7. Januar 1502 in Bologna geboren wurde und am 10. April 1585 in Rom verstarb. Vor seiner geistlichen Laufbahn widmete er sich dem Jurastudium und arbeitete anschließend als Rechtsgelehrter sowie als Professor in seiner Heimatstadt. Während dieser akademischen Jahre kam er im Jahr 1548 durch eine Beziehung zu einem Sohn, der den Namen Giacomo trug. Im Jahr 1539 wechselte Boncompagni fest in die Dienste der Kirche und stieg dort im Laufe der Jahre auf. So ernannte man ihn 1558 zum Bischof und sieben Jahre darauf zum Kardinal. Im Mai 1572 erfolgte seine Wahl zum Oberhaupt der katholischen Kirche innerhalb von weniger als 24 Stunden. Als Papst trieb Boncompagni die Wissenschaft maßgeblich voran und ging zugleich hart gegen die Reformation vor. Zur Vorbereitung einer dringend notwendigen Kalenderreform beauftragte er den Bau eines speziellen Turmes für Himmelsbeobachtungen. Im Jahr 1582 trat schließlich die nach ihm benannte Reform in Kraft, welche die Zeitrechnung korrigierte und den fehlerhaften Kalender ablöste. Im Bereich der Politik unterstützte Boncompagni die Gegenreformation und begründete zudem das Rosenkranzfest. Zu den Ehrengästen im Vatikan zählte im Winter 1574 auch ein junger Erbprinz, den der Papst mit besonderen Ehren bedachte. Als dieser Gast kurz darauf verstarb, übernahm Boncompagni die Kosten für das prächtige Begräbnis aus eigener Tasche.
Bildquelle: Signature_of_Pope_Gregory_XIII.svg Autor: Pope Gregory XIII Created in vector format by Robertus Pius, via Wikimedia Commons Lizenz: gemeinfrei