Emanuel Geibel war ein deutscher Lyriker, der am 17. Oktober 1815 in Lübeck geboren wurde und am 6. April 1884 ebenda verstarb. Geibel avancierte in den 1840er Jahren zu einem der gefeiertsten Dichter Deutschlands, seine Werke inspirierten Komponisten wie Schumann und Brahms. Bekannt sind heute noch seine Wanderlieder und die Schlussverse aus "Deutschlands Beruf", die später politisch instrumentalisiert wurden. Viele seiner Gedichte, von denen es über 3.500 Vertonungen gibt, werden bis heute im Haus- und Kammermusikbereich gesungen. Geibel kam in Lübeck als siebtes von acht Kindern zur Welt. Sein Vater war Prediger, seine Mutter Kaufmannstochter. Er besuchte das Katharineum und veröffentlichte bereits als Schüler sein erstes Gedicht unter einem Pseudonym. Ab 1835 studierte er in Bonn Theologie, Philosophie und klassische Philologie, schloss sich einer Tischgesellschaft an und lernte unter anderem Karl Marx kennen. Ein Jahr später wechselte Geibel nach Berlin, wo er Kontakte zu bekannten Persönlichkeiten knüpfte und seine Studien fortsetzte. Er promovierte in Jena, ohne eine Dissertation einzureichen, und ging anschließend als Hauslehrer nach Athen. Dort reifte sein Entschluss, sich ganz der Dichtung zu widmen. Nach seiner Rückkehr veröffentlichte Geibel 1840 seinen ersten Gedichtband, der ein großer Erfolg wurde und ihm die Freundschaft mit Karl Goedeke einbrachte. Er ordnete Bibliotheken und erhielt eine lebenslange Pension vom preußischen König. Geibel engagierte sich in der politischen Erneuerungsbewegung Jung-Lübeck und unterrichtete zeitweise am Katharineum. 1852 heiratete er Amanda Trummer. König Maximilian II. lud Geibel 1851 nach München ein, wo er eine Ehrenprofessur erhielt und bis 1868 lebte. Nach dem Tod seiner Frau und aufgrund seiner preußenfreundlichen Haltung geriet Geibel dort in Ungnade. Geibel kehrte nach Lübeck zurück, wurde Ehrenbürger und erhielt eine Pension von Wilhelm I. Er starb nach langer Krankheit und wurde unter großer Anteilnahme beigesetzt. Sein Grab befindet sich auf dem Burgtorfriedhof. Ihm zu Ehren wurde ein Platz in Lübeck in Geibelplatz umbenannt und ein Denkmal errichtet. Geibel war ein talentierter Dichter, der sich der Bewahrung der lyrischen Formensprache verschrieben hatte. Seine Gedichte wurden von vielen Komponisten vertont und er war auch als Dramatiker und Übersetzer tätig.
Pfingsten. Aus: Gedichte, 30. Aufl., Duncker, Berlin 1853 (Erstausgabe 1840). S. 271
Das Größeste ist das Alphabet, // Denn alle Weisheit steckt darin, // Aber nur der erkennt den Sinn, // Derʼs recht zusammenzusetzen versteht.
Quelle
Spruch 1. Aus: Werke, Band 1. Leipzig und Wien 1918, [http://www.zeno.org/Literatur/M/Geibel,+Emanuel/Gedichte/Juniuslieder/Gelegenheitsgedichte.+Spr%C3%BCche.+Scherze/Spr%C3%BCche/1.+%5BDas+Gr%C3%B6%C3%9Feste+ist+das+Alphabet%5D S. 319]
Dem Irrthum, Freund, entgehst du nicht; // Doch läßt dich Irrthum Wahrheit ahnen.
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Spruch 1. Aus: Neue Gedichte. 12. Auflage. Stuttgart: Cotta, 1872. S. 119.
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Der Bäume schlagen aus, // Da bleibe wer Lust hat mit Sorgen zu Haus.
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Lied XXXII. Aus: Werke. Band 1. Stuttgart: Cotta, 1883. S. 49.
Ein ewig Rätsel ist das Leben, // Und ein Geheimnis bleibt der Tod.
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Lieder aus alter und neuer Zeit (28). Aus: Werke, Band 2. Leipzig und Wien 1918, [http://www.zeno.org/Literatur/M/Geibel,+Emanuel/Gedichte/Gedichte+und+Gedenkbl%C3%A4tter/Lieder+aus+alter+und+neuer+Zeit/28.+%5BWie+manchen+Blick+du+frei+und+freier%5D S. 116]
Hier ist die Kühnheit Klugheit.
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Sophonisbe, III, 5. Aus: Werke. Band 7. Stuttgart: Cotta, 1883. S. 57.
Klug ist, wer stets zur rechten Stunde kommt, // Doch klüger, wer zu gehn weiß, wann es frommt.
Quelle
Spruch 31. Aus: Neue Gedichte. 12. Auflage. Stuttgart: Cotta, 1872. S. 129.
Nur wer verzagend // Das Steuer losläßt, ist im Sturm verloren.
Quelle
Sophonisbe, II, 6. Aus: Werke. Band 7. Stuttgart: Cotta, 1883. S. 40.
Und es mag am deutschen genesen.
Quelle
Deutschlands Beruf, 1861. Aus: Heroldsrufe. Aeltere und neuere Zeitgedichte. Stuttgart: Cotta, 1871. [https://books.google.de/books?id=IJ0qAAAAMAAJ&pg=PA116 S. 116 books.google].
Und wenn die Noth nicht bricht, // Das Eisen bricht die Noth.
Was rühmst du deinen schnellen Ritt! // Dein Pferd ging durch und nahm dich mit.
Quelle
Spruch 34. Aus: Neue Gedichte. 12. Auflage. Stuttgart: Cotta, 1872. S. 130.
Wer recht in Freuden Sonnʼ entgegen.
Quelle
Morgenwanderung. Aus: Gesammelte Werke. Band 1: Jugendgedichte. Stuttgart: Cotta, 1883. S. 140.
Wie viel ich Täuschung auch erfuhr // Im Lieben, // Du bist mir allezeit, Natur, // Du bist mir treu geblieben.
Quelle
Lieder aus alter und neuer Zeit (25). Aus: Werke, Band 2. Leipzig und Wien 1918, [http://www.zeno.org/Literatur/M/Geibel,+Emanuel/Gedichte/Gedichte+und+Gedenkbl%C3%A4tter/Lieder+aus+alter+und+neuer+Zeit/25.+%5BDas+ist%27s,+was+s%C3%BC%C3%9Fen+Trost+mir+bringt%5D S. 114]Emanuel Geibel wurde in Lübeck, Deutschland, geboren.
Düsseldorfer Lieder-Album, Arnz & Co. 1851, S. 17 – "Streich' aus mein Roß!" Gedicht von Emanuel Geibel, Komponist Julius Tausch, Farblithografie nach Illustration von Carl Friedrich Lessing
Düsseldorfer Lieder-Album, Arnz & Co. 1851, S. 21 – "Ave Maria" Gedicht von Emanuel Geibel, Komponist Robert Franz, Farblithografie nach Illustration von Andreas Achenbach
IdentificatieTitel(s): Emanuel Geibel (titel op object)Objecttype: boek Objectnummer: RP-F-2001-7-806VervaardigingVervaardiger: schrijver: Karl Goedeke (vermeld op object), uitgever: J.G. Cotta (vermeld op object) Plaats vervaardiging: StuttgartDatering: 1869Materiaal en TechniekMateriaal: karton linnen papier fotodrager Techniek: drukken / albuminedrukAfmetingen: hoogte 184 mm × breedte 121 mm × dikte 25 mmVerwerving en rechten:Credit line: Aankoop met steun van de Mondriaan Stichting, het Prins Bernhard Cultuurfonds, het VSBfonds, het Paul Huf Fonds/Rijksmuseum Fonds en het Egbert Kunstfonds Verwerving: aankoop 2001Copyright: Publiek domein
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Bildquelle: Emanuel_Geibel..jpg Autor: Wikipedia / nach einem Gemälde, herausgegeben von Friedrich Bruckmann Verlag München & London. Lizenz: gemeinfrei
Franz Emanuel August Geibel 1815-1884 deutscher Lyriker.
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Bildquelle: Emanuel_Geibel.jpg Autor: Wikipedia / Franz Hanfstaengl Lizenz: gemeinfrei
Emanuel Geibel (1815-1884)
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Bildquelle: EmanuelGeibel.jpg Autor: Wikipedia / Unknown authorUnknown author Lizenz: gemeinfrei
- Brief von Emanuel Geibel an den Komponisten Gustav Stoewe in Berlin, in dem er ihm eine vom ihm gewünschte neue Mittelstrophe zum Gedicht "Wohl waren es Tage der Sonne" zur Vertonung übersendet; München 16.I.1865.
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Bildquelle: Die_beiden_engel.JPG Autor: Wikipedia / Historiograf Lizenz: gemeinfrei
"Die beiden Engel". Poem by Emmanuel Geibel
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Bildquelle: Emanuel_Geibel_1.jpg Autor: Wikipedia / Franz Hanfstaengl Lizenz: gemeinfrei
Emanuel Geibel (1815-1884).
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Bildquelle: Emanuel_Geibel_2.jpg Autor: Wikipedia / Divna Jaksic Lizenz: gemeinfrei
keine Bildbeschreibung
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Bildquelle: HS0002.jpg Autor: Wikipedia / Photo-Appel Luebeck Lizenz: gemeinfrei
1st release date: 1936
1st recording date: 23 January 1935
Place of recording: EMI Studio No.1, Abbey Road, London (United Kingdom)
Author(s)/Composer(s): unknown (spanish folk songs)
Lyricist(s): Paul Heyse (1830-1914) and Emanuel Geibel (1815-1884)
Music arranger(s): Hugo Wolf (1860-1903)
Conductor: none
Performer(s): Soprano: Ria Ginster (?), Pianoforte: Gerald Moore (?)
Vocal range: Soprano with pianoforte accompaniment
Title/Work: a) Trau nicht der Liebe - b) Sie blasen zum Abmarsch
Content: Spanish Song Book (1889/90) by Paul Heyse (1830-1914) and Emanuel Geibel (1815-1884)
Genre(s): Spanish folk songs
Morgenwanderung - Wer recht in Freuden wandern will, Druckfassung 1848
Bildnachweis
Bildquelle: WP_Lübeckisches_Festlied.jpg Autor: Wikipedia / Worte: Emanuel Geibel (1815-1884); Musik: Wilhelm Heinrich Carl Mosche (1796-1856) Lizenz: gemeinfrei
Das Lübeckische Festlied, später als Lübeckische Nationallied bekannt