Carl Friedrich Gauß war Vater von 6 Kindern, darunter Eugen Gauß (* 1811), Joseph Gauß (* 1806), Minna Ewald (* 1808), Therese Staufenau (* 1816), Charles William Gauss (* 1813).
Carl Friedrich Gauß war ein deutscher Mathematiker, der am 30. April 1777 in Braunschweig geboren wurde und am 23. Februar 1855 in Göttingen verstarb. Er war nicht nur Mathematiker, sondern auch Statistiker, Astronom, Geodät, Elektrotechniker und Physiker. Zu Lebzeiten wurde er aufgrund seiner herausragenden Leistungen als "Fürst der Mathematiker" bezeichnet. Gauß befasste sich mit reiner Mathematik, aber auch mit angewandten Gebieten. So war er mit der Landesvermessung des Königreichs Hannover beauftragt. Gemeinsam mit Wilhelm Eduard Weber entwickelte er eine der ersten elektromagnetischen Telegrafen und beide nutzten sie über längere Strecken. Er entwickelte Magnetometer und initiierte ein weltweites Netz von Stationen zur Erforschung des Erdmagnetismus. Bereits mit 18 Jahren entwickelte Gauß die Grundlagen der modernen Ausgleichungsrechnung und der mathematischen Statistik. Im Jahr 1801 ermöglichte er die Wiederentdeckung des Asteroiden Ceres. Zu seinen weiteren Leistungen gehören die nichteuklidische Geometrie, zahlreiche mathematische Funktionen, Integralsätze, die Normalverteilung, erste Lösungen für elliptische Integrale und die gaußsche Krümmung. Ab 1807 war er Universitätsprofessor und Sternwartendirektor in Göttingen. Gauß forschte neben der Zahlentheorie und der Potentialtheorie auch am Erdmagnetfeld. Der König von Hannover ließ 1856 Medaillen mit dem Bild von Gauß und der Inschrift "dem Fürsten der Mathematiker" prägen. Da Gauß viele seiner Entdeckungen nicht veröffentlichte, wurde das ganze Ausmaß seines Werkes erst durch die Entdeckung seines Tagebuchs im Jahr 1898 bekannt. Nach Gauß sind viele mathematisch-physikalische Phänomene benannt, ebenso wie Vermessungs- und Aussichtstürme, Schulen, Forschungszentren und wissenschaftliche Ehrungen.
Aber mir deucht, wir wissen, trotz der nichtssagenden Wort-Weisheit der Metaphysiker eigentlich zu wenig oder gar nichts über das wahre Wesen des Raums, als dass wir etwas uns unnatürlich vorkommendes mit ʼʼAbsolut Unmöglichʼʼ verwechseln dürfen.
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An Franz Taurinus, Göttingen, 8. November 1824. In: Carl Friedrich Gauss Werke, Achter Band, Hrsg. Königliche Gesellschaft der Wissenschaften Göttingen, B. G. Teubner, Leipzig 1900, S. 187, [https://gdz.sub.uni-goettingen.de/id/PPN236010751 GDZ]
Merkwürdig ist es immer dass alle diejenigen die diese Wissenschaft [Zahlentheorie („Höhere Arithmetik“ in Gauß’ Worten)] ernstlich studiren eine Art Leidenschaft dafür fassen.
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An Wolfgang Bolyai, Göttingen, 2. September 1808. In: Briefwechsel zwischen Carl Friedrich Gauss und Wolfgang Bolyai, Hrsg. Franz Schmidt und Paul Stäckel, B. G. Teubner, Leipzig 1899, S. 94,
Nach meiner innigsten Ueberzeugung hat die Raumlehre in unserm Wissen a priori eine ganz andere Stellung wie die reine Grössenlehre; es geht unserer Kentniss von jener durchaus ʼʼdiejenigeʼʼ vollständige Ueberzeugung von ihrer Nothwendigkeit (also auch von ihrer absoluten Wahrheit) ab, die der letzteren eigen ist; wir müssen in Demuth zugeben, dass wenn die Zahl ʼʼblossʼʼ unseres Geistes Product ist, der Raum auch ausser unserm Geiste eine Realität hat, der wir a priori ihre Gesetze nicht vollständig vorschreiben können.
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An Friedrich Wilhelm Bessel, Göttingen, 9. April 1830. In: Briefwechsel zwischen Gauss und Bessel, Verlag von Wilhelm Engelmann, Leipzig 1880, S. 497,
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Sie wissen, dass ich langsam schreibe, allein dies kommt hauptsächlich daher, weil ich mir nie anders gefallen kann, als wenn in kleinem Raum möglichst viel ist, und kurz zu schreiben viel mehr Zeit kostet als lang.
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An Heinrich Christian Schumacher, Göttingen, 2. April 1833. In: Carl Friedrich Gauss Werke, Zehnten Bandes Erste Abteilung, Hrsg. Königliche Gesellschaft der Wissenschaften zu Göttingen, B. G. Teubner, Leibzig 1917, S. 131, [https://gdz.sub.uni-goettingen.de/id/PPN236018647 GDZ]
Überhaupt verhält es sich mit allen solchen neuen Calculs so, dass man durch sie nichts leisten kann, was nicht auch ohne sie zu leisten wäre; der Vortheil ist aber der, dass, wenn ein solcher Calcul dem innersten Wesen vielfach vorkommender Bedürfnisse correspondirt, jeder, der sich ihn ganz angeeignet hat, auch ohne die gleichsam unbewussten Inspirationen des Genies, die niemand ʼʼerzwingenʼʼ kann, die dahin gehörigen Aufgaben lösen, ja selbst in so verwickelten Fällen gleichsam mechanisch lösen kann, wo ohne eine solche Hülfe auch das Genie ohnmächtig wird. [...] Es werden durch solche Conceptionen unzählige Aufgaben, die sonst vereinzelt stehen, und jedesmal neue Efforts (kleinere odergrössere) des Erfingsgeistes erfordern, gleichsam zu einem organischen Reiche.
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An Heinrich Christian Schumacher, Göttingen, 15. Mai 1843. In: Carl Friedrich Gauss Werke, Achter Band, Hrsg. Königliche Gesellschaft der Wissenschaften Göttingen, B. G. Teubner, Leipzig 1900, S. 298, [https://gdz.sub.uni-goettingen.de/id/PPN236010751 GDZ]
Wahrlich es ist nicht das Wissen, sondern das Lernen, nicht das Besitzen, sondern das Erwerben, nicht das Da-Seyn, sondern das Hinkommen, was den grössten Genuss gewährt. Wenn ich eine Sache ganz ins Klare gebracht und erschöpft habe, so wende ich mich davon weg, um wieder ins Dunkle zu gehe; so sonderbar ist der nimmersatte Mensch, hat er ein Gebäude vollendet so ist es nicht um nun ruhig darin zu wohnen, sondern um ein andres anzufangen. So stelle ich mir vor muss dem Welteroberer zu Muthe seyn, der nachdem ein Königreich kaum bezwungen ist, schon wieder nach andern seine Arme ausstreckt.
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An Wolfgang Bolyai, Göttingen, 2. September 1808. In: Briefwechsel zwischen Carl Friedrich Gauss und Wolfgang Bolyai, Hrsg. Franz Schmidt und Paul Stäckel, B. G. Teubner, Leipzig 1899, S. 94,
Wie der Blitz einschlägt, hat sich das Räthsel gelöst; ich selbst wäre nicht im Stande, den leitenden Faden zwischen dem, was ich vorher wusste, dem, womit ich die letzten Veruche gemacht hatte, - und dem, wodurch es gelang, nachzuweisen. Sonderbar genug erscheint die Lösung des Räthsels jetzt leichter als manches andere, was mich wohl nicht so viele Tage aufgehalten hat als dieses Jahre, und gewiss wird niemand, wenn ich diese Materie einst vortrage, von der langen Klemme, worin es mich gesetzt hat, eine Ahnung bekommen.
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An Wilhelm Olbers, Braunschweig, 3. September 1805. In: Carl Friedrich Gauss Werke, Zehnten Bandes Erste Abteilung, Hrsg. Königliche Gesellschaft der Wissenschaften zu Göttingen, B. G. Teubner, Leibzig 1917, S. 25, [https://gdz.sub.uni-goettingen.de/id/PPN236018647 GDZ], der Inhalt bezieht sich auf die Arbeit mit Gaußschen SummenCarl Friedrich Gauß wurde in Braunschweig, Deutschland, geboren.
Carl Friedrich Gauß war ein 🙋♂️ deutscher Mathematiker und Physiker
Wie alt wurde Carl Friedrich Gauß?
Carl Friedrich Gauß erreichte ein Alter von ⌛ 77 Jahren.
Wann hat Carl Friedrich Gauß Geburtstag?
Carl Friedrich Gauß wurde an einem Mittwoch am ⭐ 30. April 1777 geboren.
Wo wurde Carl Friedrich Gauß geboren?
Carl Friedrich Gauß wurde in 🚩 Braunschweig, Deutschland, geboren.
Wer sind die Eltern von Carl Friedrich Gauß?
Die Eltern von Carl Friedrich Gauß heißen Gebhard Dietrich Gauss und Dorthea Benze.
War Carl Friedrich Gauß verheiratet oder hatte er eine Partnerin?
Ja, Carl Friedrich Gauß war verheiratet. Als Ehepartner ist Johanna Osthoff und Friederica Wilhelmine Waldeck bekannt.
Hatte Carl Friedrich Gauß Kinder?
Ja, Carl Friedrich Gauß war Vater von insgesamt 6 Kindern. Die Namen der Kinder lauten u. a. Eugen Gauß (* 1811), Joseph Gauß (* 1806), Minna Ewald (* 1808), Therese Staufenau (* 1816) und Charles William Gauss (* 1813).
In welchem Sternzeichen wurde Carl Friedrich Gauß geboren?
Carl Friedrich Gauß wurde im westlichen Sternzeichen Stier geboren.